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Workshop

Die Layouterstellung (2/3)
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Zu Beginn der Arbeit am Layout sollten dem zuständigen Redakteur
alle Artikel, Bilder, Über- und Unterschriften vorliegen, ebenso
alle Anzeigenvorlagen mit den entsprechenden Platzierungswünschen.
Die Seiten einer Schülerzeitung müssen am PC einzeln gestaltet
werden, so dass es das gesamte Layout sprengen und die bisherige
Arbeit zunichte machen kann, wenn noch nachträglich Bild- oder
Textelemente in eine bereits fertige Seite eingefügt werden müssen
(an dieser Stelle wird noch einmal deutlich, wie wichtig es ist,
dass der zu Beginn des Produktionszyklusses aufgestellte Zeitplan
auch eingehalten wird!). Auch sollten Layouter und Chefredakteur
sich bereits darüber verständigt haben, welche Rubriken die
Zeitung enthalten soll, in welcher Reihenfolge die Rubriken
im Heft erscheinen und welche Artikel welchen Rubriken zuzuordnen
sind. Kann es dann endlich losgehen, sind bei der Erstellung eines
Layouts eigentlich nur wenige feste Grundsätze zu beachten.
So sollte zwar ein Grundlayout in eurer Zeitung erkennbar
sein, dieses kann gelegentlich aber durchaus aufgebrochen und durch
ein überraschendes Element „aufgepeppt“ werden.
Wichtig ist, dass nebeneinander liegende Seiten auch als
Doppelseiten gestaltet werden! Sie werden als Doppelseiten
wahrgenommen, so dass das Erscheinungsbild der jeweiligen
Einzelseite auch die gemeinsame Wirkung bestimmt! Weiterhin
ist es ratsam, dass sich kürzere und längere Texte abwechseln,
um die Aufmerksamkeit des Lesers nicht durch eine Aneinanderreihung
mehrseitiger Artikel zu überfordern. Endlose „Bleiwüsten“ sind dabei
Gift für die Lesebereitschaft des Durchschnittslesers, so dass es
empfehlenswert ist, längere Artikel durch Info-Boxen und
Zwischenüberschriften auch optisch aufzulockern. Ebenso kann die
Leserichtung, die, wenn man nicht gerade Mangas liest, von
links oben nach rechts unten verläuft, unterbrochen werden, indem
eine Gegendiagonale mit zwei Bildern links unten und rechts
oben errichtet wird. Dies kann den Leser davon abhalten, den Text
einfach nur zu überfliegen. Aber auch hier macht die Dosis das Gift:
Wird die natürliche Leserichtung zu oft und zu massiv unterbrochen,
kann der Leser die Orientierung verlieren, was ihn dann erst Recht
zum Weiterblättern veranlasst...
Eine große Bedeutung für das Layout einer Schülerzeitung kommt zudem
der Wahl der Schriftform zu. Insbesondere hier gilt, dass
weniger oft mehr ist! Ein Artikel, in dem sich zahlreiche
verschiedene Schriftformen munter abwechseln, wirkt schnell unruhig
und stört das Auge des Betrachters! Sinnvoller ist es,
einheitlich eine gut lesbare Schriftform wie z. B. Times New
Roman (Schriftgröße 9-12) zu verwenden. Für die Überschriften kann
dann, ebenso einheitlich, ein passender anderer Typ in einer anderen
Größe ausgewählt werden, was der Orientierung des Leser zu Gute
kommt. Sein Auge soll, ohne dass er selbst großartig darüber
nachdenken müsste, schon an der Schriftgröße und dem Schrifttyp
erkennen können, was nun Überschrift und was Artikeltext ist!
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