|
Workshop

Planungsphase (1/3)
>>
Ohne
eine solide Planung muss das Vorhaben, eine Schülerzeitung zu
erstellen, zwangsläufig im Chaos enden!
Die Planung beginnt dabei schon mit der Rekrutierung
zuverlässiger Jungredakteure: Falls ihr schon länger „am Markt“
sein solltet, kann es natürlich vorkommen, dass interessierte
Mitschülerinnen und Mitschüler eigenständig auf euch zukommen und
darum bitten, bei euch mitmachen zu dürfen. Verlassen sollte man
sich darauf jedoch nicht. Ein gut lesbarer und ansprechend
gestalteter Aushang am Schwarzen Brett und sonstigen
exponierten Flächen eurer Schule kann dagegen wahre Wunder wirken
(vergesst nicht, dass solche Aushänge in der Regel von der
Schulleitung genehmigt werden müssen!). Auch kann es sinnvoll sein,
selbst Mitschülerinnen und -schüler anzusprechen, denen ihr zutraut,
sich produktiv und zuverlässig bei euch einzubringen. Falls ihr
einen AG-Lehrer haben solltet, könnte dieser gezielt
Schülerinnen und Schüler aus den von ihm unterrichteten Klassen
ansprechen oder seine Kollegen bitten, mal die Augen offen zu
halten und darauf zu achten, wer das Zeug zu einem guten
Schreiberling haben könnte...
Auf der ersten Redaktionssitzung eines Produktionszyklusses
sollten dann die wichtigsten Posten besetzt werden, unabhängig
davon, ob ihr euch neu gegründet habt oder „nur“ den Wegfall
verdienter Redakteurinnen und Redakteure verschmerzen müsst, deren
Schulzeit gerade ihr Ende gefunden hat. Jede Schülerzeitung braucht
einen Chefredakteur, einen Layouter und Grafiker sowie
eine Person, die sich um das Marketing und die Finanzen
kümmert. Natürlich können alle Aufgaben auch von Teams
erfüllt werden, die Erfahrung zeigt aber, dass es in jedem dieser
Teams einen
Hauptverantwortlichen geben sollte, der das jeweilige
Aufgabenfeld koordiniert und den Chefredakteur über die Vorgänge und
Resultate auf dem Laufenden hält. Andernfalls besteht die Gefahr,
dass sich jedes Teammitglied darauf verlässt, dass eines der anderen
Teammitglieder die gerade anstehende Aufgabe schon erledigen wird,
und leider gar nichts passiert („Ich dachte, Sebastian würde sich
darum kümmern...“). Ebenso ist es sinnvoll, die neuen
Redakteurinnen und Redakteure gleich auf der ersten
Redaktionssitzung um ihre E-Mail-Adressen und Telefonnummern
zu bitten! Da sicher viele von euch auch nachmittags Unterricht
haben und es manchmal unmöglich ist, einen Termin zu finden, an dem
ALLE Redakteure regelmäßig Zeit haben, können wichtige Informationen
auch über das Internet übermittelt werden! Wenn es ganz
dringend ist, gibt es eben auch das Telefon. Eine weitere
Möglichkeit, zügig über das Internet Kontakt aufzunehmen, besteht in
der Nutzung von ICQ oder Skype. Und damit die
Kontaktinitiative nicht nur vom Chefredakteur ausgehen kann, sollte
jedem Redakteur eine Liste der betreffenden Daten zugänglich
gemacht werden!
Weiter > |