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Workshop

Der Schreibprozess (2/3)
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1. Eine effiziente
Artikelgestaltung beginnt schon mit der Themenfindung! Themen
einer Schülerzeitung sollten der gemeinsamen Lebenswirklichkeit
der Schülerschaft entspringen. Überprüfe daher deine
Alltagswahrnehmung innerhalb und außerhalb der Schule vor dem
Hintergrund der Frage, was dich besonders beschäftigt,
was du vielleicht genauer wissen willst, welcher deiner
Gedanken, welche Interessen auch für andere
interessant sein könnten etc.
2. Überlege dir vorher, ob du eine Reportage,
einen Bericht oder einen Kommentar schreiben willst!
Entwerfe daraufhin einen Gliederung, in der du
stichpunktartig schon einmal auflistest, welche Aspekte dein
Artikel enthalten könnte! Das erleichtert die Recherche... Hast du
vor, jemanden zu interviewen, überlege genau, was die
Zielsetzungen deines Interviews sein sollten! Daraus ergeben
sich zwangsläufig die Grundzüge deines Fragenkataloges.
Vergegenwärtige dir dabei, dass dir der Interviewpartner einen Teil
seiner Lebenszeit zur Verfügung stellen wird. Was immer du auch
persönlich von ihm hältst: Er hat es verdient, dass du gut auf das
Interview vorbereitet bist!
3. Entwirf einen Zeitplan! Wann ist noch mal der
Redaktionsschluss? Wann wirst du wegen der Vorbereitung auf
Klassenarbeiten bzw. Klausuren, wegen einer
Klassenfahrt, eines Familienfestes oder sonstigen Ereignissen
überhaupt keine Zeit haben, an deinen Artikeln zu arbeiten? Plane
auch genügend Zeit für die Endkorrektur ein (s. u.)! In der
Regel wirst du ein bis zwei Monate Zeit für die Fertigstellung
deiner Artikel haben, da ist es doch völlig unnötig, erst zwei Tage
vor Redaktionsschluss mit dem Schreiben anzufangen und in den
größten Stress zu geraten! Hinzu kommt, dass Artikel, die „mit
heißer Nadel“ gestrickt worden sind, schon fast zwangsläufig
unausgereifter sind als diejenigen, die mit einem soliden
zeitlichen Puffer erstellt worden sind und noch in Ruhe
überarbeitet werden konnten!
4. Verfasse deine Artikel einspaltig als Word-Dokument
(Silbentrennung bitte deaktivieren!). Über gewünschte
Vorgaben wie Schriftart, Schriftgröße sowie die
Abstände zwischen Überschrift und Artikelanfang wird euch euer
Layouter informieren. Die Einheitlichkeit der Formatierung ist
nötig, um ihm unnötige Arbeit beim Einkopieren eurer Texte in die
Maske seines Layoutprogramms zu ersparen! Die Erstellung eines
Layouts ist in der Regel mit Nachtschichten verbunden, da kann es
NERVEN, sich mit vermeidbaren Umformatierungen aufhalten zu
müssen! Auf keinen Fall solltest du auf die Idee kommen, deinen Text
mit Word oder Open Office selbst zu layouten! Euer Layouter wird
dich dafür hassen, jede Textspalte einzeln wieder herauskopieren zu
müssen! Auch sind Bilder nur sehr mühsam wieder aus einem
Word-Dokument herauszufummeln. „War ja gut gemeint“ wird ihm dabei
höchstens ein gequältes Lächeln abringen...
5. Vergegenwärtige dir, dass du dich freiwillig zur
Mitarbeit an eurer Schülerzeitung bereit erklärt hast! Wer würde
ein gewisses Maß an Genugtuung bestreiten wollen, das einem
durch die Lektüre seines gedruckten Werkes vermittelt wird? Versuche
daher, den Schreibprozess nicht als lästige Auftragsarbeit zu
begreifen, die du so schnell wie möglich hinter dich bringen
willst oder quälend lange vor dir her schiebst! Nutze vielmehr die
Gelegenheit, dich und deine Interessen, deine Ideen und Gedanken
anderen zu präsentieren. Fasse dich nicht so kurz wie möglich,
sondern führe deine Gedanken aus, erläutere sie, entwickele Lust am
Schreiben!
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